Ich hab mal wieder Filme gesehen, am Freitag Jumper und übers Wochenende KeinOhrHasen.
Im direkten Vergleich hat mir KeinOhrHasen besser gefallen, aber zu Jumper würde ich gerne die Buchvorlage lesen, jedoch nicht zu KeinOhrHasen. Das liegt an folgendem: Jumper ist ein recht kurzer blanker Actionfilm, dessen gesamte Story in ein paar Zitaten zusammengefasst werden kann: „Wir sind Jumper, die sind Paladine. Die töten Jumper. Ich töte Paladine“ und „ Wir sind Jumper, wir retten keine Mädchen“ „Ich bin anders“. Da es eine Vorlage (von Steven Gould, 1992) gibt, kann ich mir vorstellen, dass dort einiges mehr an Story drinsteckt, als im Film, denn dort wurde an Story gespart wo es nur ging. Er war kurzweilig, Hayden Christensen(Anakin Skywalker „Episode 3“) war mal wieder gut, Jamie Bell war einfach klasse, lag an ihm, aber auch an seiner extrem coolen Rolle. Aber das gewisse Etwas hat gefehlt, denn der Hintergrund, scheinbar vorhanden, wurde einfach weggelassen.
Nun zu KeinOhrHasen. Zuerst muss ich sagen, grundsätzlich mag ich Till Schweiger, aber ich fand seine Rollen nicht immer gut. Deutsche Filme seh ich zwiespältig, es gibt gute, aber diese sind rar gesät (KeinOhrHasen gehört dazu). „Weiberfilme“, naja, ich bin kein Fan, aber ich bin ne Frau und manchmal schau ich mir ganz gerne welche an. Die meisten dieser Sorte sind für den Moment ganz witzig oder schön oder emotional berührend. Aber keiner bleibt länger in Erinnerung. Zu ähnlich ist das Muster nach diese Filme gestrickt sind, unterscheiden sich kaum. KeinOhrHasen aber vereint das Gute all dieser Kategorien. Mit Knockin On Heavens Door Till Schweiger's bester Auftritt. Dabei ist der Film typisch deutsch, aber dabei nicht so platt, wie so viele andere deutschen Filme. Der Schlußgag des Filmes wurde mir in Witzform schon im letzten Jahrtausend erzählt. Auch wer nur wenig deutsche Filme schaut, wird sich mit diesem Film anfreunden können. Der Grund ist, er ist witzig. Und nicht amerikanisch :)